Montag, 24. Dezember 2012

Have yourself a very merry Christmas! - eine kleine Besinnung

Meine Lieben,

wie schnell ist denn bitte dieses Jahr gerast? Und zusammengefasst kann ich sagen: Es war ein gutes Jahr! Es war meiner Erinnerung nach, dass beste Konzertjahr ever. Ok, auf mein geliebtes Rock am Ring musste ich dieses Jahr verzichten, aber wen hab ich nicht alles live gesehen: 3 Doors Down, The Gaslight Anthems, James Morrison, sogar DJ Bobo (*lach*), natürlich NKOTBSB <3 2013="2013" br="br" das="das" einige="einige" geht="geht" genauso="genauso" hoffe="hoffe" ich="ich" mehr="mehr" noch="noch" so="so" und="und" weiter="weiter" wild="wild"> Dieses Jahr sind wir ins Haus gezogen, ich hab einen neuen Job angefangen und natürlich hab ich dieses Jahr auch noch geheiratet und es war wirklich ein Traumtag, gefolgt von einer noch traumhafteren Reise! Hach, wenn ich könnte wäre ich schon längst nach Hawai'i ausgewandert, ich bin der Meinung, dass meine Seele dort schon lange wohnt, mein Körper muss nur noch hinterherziehen ;)

Auch vor Krisen wurde ich nicht verschont: Meine liebe Tante ist leider sehr sehr plötzlich wenige Tage vor der Hochzeit von uns gegangen. Ich vermisse sie wirklich sehr, aber ich weiß, dass sie jetzt an einem Ort ist, wo es ihr gut geht und das ist wirklich ein sehr schöner Gedanke!
Auch eine Freundschaft ist dieses Jahr zerbrochen, es hat sich lange gezogen und hat wohl einfach nicht sein sollen. Nehmt euch das zu Herzen: trennt euch von Dingen die euch runterziehen und die euch die Kraft rauben; haltet euch aber die nahe am Herzen bei denen es euch gut geht!

Und jetzt bleibt mir erstmal nichts anderes übrig, als euch FROHE WEIHNACHTEN zu wünschen und einen guten Rutsch ins neue Jahr, mit neuen wunderbaren Vorsätzen. Meiner wird sein: Öfter mal wieder bloggen :D

Bis dahin, adieu!






Donnerstag, 14. Juli 2011

Mord und Totschlag auf 4 Füßen. Oder: Mark und ich in der Tanzschule

Sonntag Abend, Frauen WM Spiel: USA gegen wen-auch-immer

Ich: ich hab uns für einen Tanzkurs angemeldet, geht Mittwoch los
Er: *grummelgrummelgrummel*

Natürlich wusste er das schon vorher, aber die Tatsache, dass ich es nun wahr gemacht habe stieß auf nicht ganz so große Begeisterung ;-)
Ich hatte ehrlich gesagt mega Erwartungen, denn ich sehe uns natürlich schon wie Fred Astaire und Partnerin am großen Tag (und natürlich auch bei sonst jeder Gelegenheit) übers Parkett wirbeln, als hätten wir nie etwas anderes getan als zu tanzen, HAHA.

In meiner wilden Teeniezeit hatte ich schon einmal alle Kurse bis zum Goldstar durchgetanzt, letztendlich ist es dann aber gescheitert, weil ich keinen brauchbaren Tanzpartner hatte und so blieb die letzten 7 Jahre meiner Suche nach einem Neuen vergebens....natürlich sehe ich in meinem Zukünftigen eben genau diesen Tanzpartner der mir bisher durch die Lappen gegangen ist und der Arme wird fast erdrückt von dem Druck der deswegen nun auf ihm lastet....kann ich gar nicht verstehen ;-)

Dienstag Abend

Ich: Weeeeißt du was wir morgen Abend machen? *freufreufreu*
Er: ja....*grummelgrummelgrummel*

Ich hab mich echt totaaaaal gefreut auf diese Stunde, auch wenn es nur ein Anfängerkurs ist, ich kann es nicht abwarten endlich mal wieder die Tanzschuhe anzuschnallen und aufs Parkett zu gehen

Mittwoch Abend

Ich: Gleich fahren wir los :D Ich muss mich schnell umziehen und mir die Haare machen (blablabla)
Er: Ich hab mir heute das Knie verdreht auf Arbeit beim Aufstehen
Ich: *wusel*
Er: Ich zieh mir nur andere Schuhe an...

Also endlich gehts los, ich musste versprechen nicht zu schimpfen, nicht zu lachen und dass es danach Burger kIng gibt.
Der Weg ist nicht weit, vllt 10 Minuten mit dem Auto. Ich bin ja sooooo aufgeregt, aber auf eine freudige Art und Weise.

18.40 Uhr: wir sind da und verlaufen uns im Parkhaus....das ist aber auch scheiße ausgeschildert hier...(ich denke: oh hilfe wir kommen noch zu spät oh nein oh nein oh nein)
18.45 Uhr: wir sind angekommen und haben uns angemeldet. Wir bekommen einen Begrüßungssekt angeboten...Oh ja, den brauche ich jetzt...
18.50 Uhr: ich bin betrunken....scheiß Sekt ist ein Arschloch, Gott sei Dank werden gerade kleine Brezeln hingestellt...ich essen viele um den Alkohol in meinem Magen mit Laugengebäck aufzusaugen...ich schwitze, das ist aber auch schwül heute!!!
19.00 Uhr: LOS GEHTS!!

Die Nina und der Patrick sind also unsere Lehrer und haben sich vorgenommen 12 Paaren von jung bis alt das Tanzen beizubringen.
Los geht es mit Blues: Grundschritt, Promenade, Drehung...pah, viel zu einfach für uns!
Discofox: Grundschritt, Trennung, das wird für Schatz schon kniffliger ("wo muss ich hingehen um das zu machen?" - "Nach hinten"), bissel geübt, auch das sitzt, aber etwas passt noch nicht. "Du musst deinen Schlabberarm mal ein bisschen anspannen!" Ok es ist mir entglitten, aber ich schwöre das war aber auch das einzige Mal, dass ich geschimpft habe an dem Abend!

Endlich Pause...es ist aber auch schwül! Zum Glück stehen wir unter einem Ventilator. Ich lobe den Tanzmuffel, dass es doch suuuuuuuperst klappt bisher! Und wenn wir ab jetzt wöchentlich üben, dann klappt das vielleicht ja noch mit meinem Fred Astaire Traum :D
Wir haben keine Lust mit den anderen Paaren zu reden, die sind alle irgendwie merkwürdig also stellen wir uns in den Regen und kühlen uns ab.

Weiter gehts. Laut Uhr sind nur noch 20 Minuten Zeit, meine Füße fangen auch schon an weh zu tun. Seine übrigens auch ;)
Wir lernen noch einen Tanz: Langsamer Walzer...easy, sitzt auf Anhieb, wir sind eben Naturtalente :D

Und schon ist die erste Tanzstunde vorbei. Spaß hats gemacht und das Abendbrot von Burger King haben wir uns natürlich redlich verdient :-D
Ich freu mich schon auf nächste Woche!

Mittwoch, 20. April 2011

Ich bin eine Yogaista....Oooooooom

Man sagt ja immer, dass der Muskelkater am 2. Tag am schlimmsten sei....JA das stimmt!

Ich habe Körper! Ich habe Ganzkörper! Ich habe Yoga gemacht...vor 2 Tagen schon.

Aber von Anfang an:
Da ich ja sowieso esoterisch angehaucht bin, habe ich ein Schnupperangebot gekauft, bei welchem man 5 Stunden "Ashtanga Yoga" (von meiner Freundin auch liebevoll "Arschtanga" genannt) für 20 € statt 80 € ausprobieren konnte.
Montag sollte es dann losgehen. Nachdem besagte Freundin mich kurzfristig hat hängen lassen, machte ich mich also ganz allein auf den Weg.

Die Chancen standen gut, dass es mir gefallen würde: der Trainer ist ganzkörpertätowiert (I like ;) (don't worry Schatz, ich liebe nur dich :D )) und außerdem kenne ich Yoga aus dem Fitnessstudio wo ich gearbeitet habe. Dieser Kurs wurde hauptsächlich von den 50+ Mitgliedern genutzt, also, so dachte ich, ganz entspannte, locker-flockige Atemübungen mit ein bisschen Bewegung; hauptsächlich Entspannung eben.

PUSTEKUCHEN!

Zunächst haben wir gebetet, zum Guru, auf Sanskrit in so einer Art Sprechgesang.
Mr. Tattoo betet vor, wir beten laut nach...niiiiice....Sanskrit wollt ich immer schonmal singen und da wir nur zu dritt waren, fiel das schon auf wenn man nur alibimäßig die Lippen bewegt hätte. Ich sang also aus voller Kehle.
Was ich dann erlebte waren 1,5 Stunden allerübelste Knochenschinderei....ich habe meinen Körper in Richtungen gedreht, gebogen, gezogen in die er vorher noch nie gedreht, gebogen, gezogen wurde.
Ich habe mich auf meine Hände gestellt während ich meine Versen nach außen drücken musste.
Ich habe meine Hände in Gebetshaltung auf dem Rücken verschränkt während ich den Oberkörper 90° nach vorne neigte, während meine Beine gegrätscht standen und meine Hüfte in die entgegengesetzte Richtung zeigte.
Ich habe mir mit der "Pistolenfingerhaltung" meine großen Zehen gegriffen und nach vorne gezogen...und wir hatten ein wahnsinnstempo drauf. Eine Übung bestéht aus 3-17 Bewegungen und jede Bewegung wurde an die Atmung angepasst. Das ging also ungefähr so: einatmen - Arme an die Decke - ausatmen - Oberkörper runter fallen lassen an die Füße - einatmen - Kopf an die Beine - ausatmen - Vierfüßlerstand - einatmen - Hohlkreuz - ausatmen - Sonnengruß (das ist das Ding wo man mit Füßen und Händen auf dem Boden steht und den Hintern in die Höhe streckt, wie ein Dreieck sieht man dann aus) - 5 x ein- und ausatmen - einatmen - Füße zu den Händen ziehen - ausatmen - in die Luft strecken - einatmen - Ausgangshaltung...das ging ZACK ZACK ZACK ZACK ZACK und davon haben wir dann so an die 15 verschiedene Übungen durchexerziert. Und nachdem wir alle einmal einzeln durchgegangen sind und ich mich schon auf den entspannten Teil am Schluss gefreut habe, haben wir alles nochmal am Stück wiederholt.

Ihr Lieben, ich habe Muskelkater an Stellen, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie existieren und auch an Stellen wo ich noch nie zuvor Muskelkater hatte, zum Beispiel an den Handgelenken oder in der Kniescheibe...
aber ohne Scheiß, es hat sooooooo gebockt...danach fühlt man sich einfach nur ausgepowert und entspannt und eins ist sicher: Ich geh mich nächste Woche wieder quälen! :D

Namasté fürs zulesen und bis bald!

Mittwoch, 6. April 2011

verliebt, verlobt, ver...LOBT!

Ich schwebe noch auf Wolken...es will noch gar nicht so richtig in meinen Kopf, dass mich mein Traummann vor genau 8 Tagen, 13 Stunden und 42 Minuten ganz offiziell gefragt hat ob ich ihn heiraten möchte. Und ich habe tatsächlich "Ja" gesagt..."Ja, natürlich!", wenn man es ganz genau nimmt...
Es gibt tatsächlich einen Menschen auf Gottes grüner Erde, der freiwillig meine Launen ertragen möchte, mein frühes Aufstehen als keine schlechte Angewohnheit abhakt, mein Couchpotatodasein nicht kritisiert, der meine Orangen schält, weil ich das selbst nicht kann, der noch lieber Fast Food isst als ich und und und...und dieser Mensch gehört tatsächlich zu mir.
Und ich sage euch, NICHTS ist seit letztem Samstag so wie es einmal war: schlagartig ist man nicht mehr nur die "Freundin", man ist jetzt eine "Verlobte" (und das klingt doch mal irgendwie total nobel ;)). Schlagartig rücken alle Prinzessinnenkleid-und-weiße-kitsch-Kutschen-Träume, die sich seit der frühesten Kindheit in irgendeinem Hinterstübchen im Kopf manifestiert haben, in real greifbare Nähe (entsprechendes Budget und einen gutmütigen Partner vorausgesetzt natürlich). Schlagartig willigt man ein, die Zeit bis zu einem der Lebensenden miteinander zu verbringen. "Oh Gott", mag man dann denken, "hoffentlich war er Mund bei der Zusage nicht schneller als der Verstand", aber wenn Fräulein Herz und Monsieur Bauch sich einig sind, hat der Kopf eh nichts mehr zu melden, denn seine Entscheidungen stellen sich in 99% aller Fälle als falsch heraus und dieses Risiko gehe ich gerne ein...

So...lange Rede ohne Sinn, was ich hier eigentlich vorhabe ist, diesem Blog endlich mal einen roten Faden zu verleihen (keine Sorge, die sinnlosen "Was es so alles interessantes in dieser Welt gibt"-Posts gibt es natürlich weiterhin): er soll mir, der einen oder anderen zukünfitgen Braut oder allen die einfach Spaß daran haben als kleines Hochzeitsvorbereitungstagebuch dienen. Kommen wir also zu meinem momentanen Lieblingsthema: Prinzessinnenkleid-und-weiße-kitsch-Kutschen-Träume....yiihaaa!

Diese letzte Woche war wirklich spannend, OH MY GOD!! Erstmal muss man ja den "wichtigen" Menschen davon erzählen und ich war so aufgeregt weil die Reaktionen nicht von allen zu 100% abschätzbar waren. Aber sie haben beinahe ausnahmslos dermaßen positiv reagiert, dass die Euphorie total ansteckend war! Und so beflügelt fuhr sie los die Planungswalze...obwohl, wenn ich es recht überlege, fuhr die eigentlich schon viel früher los, denn ich weiß nicht ob das allgemeines Hühnerverhalten ist, oder ob ich persönlich total gaga bin, aber in meinem Kopf ratterte es bereits 1 Minute nach dem Antrag mächtigst!
Ich habe mich in dieser einen Woche mit Hochzeitsmagazinen nicht nur eingedeckt, nein ich habe sie auch komplett studiert, Angebote von Locations eingeholt (Gott sei Dank steht die Schwester meines besten Freundes, die großartigerweise Veranstaltungskauffrau ist, mir helfend zur Seite, sonst wäre ich von der Flut der Hamburger Locations sicher heillos überrollt worden), ich habe Preise gewälzt und verglichen, war deprimiert, habe Träume abgehakt (VERDAMMTE SCHEIßE, WAS FÜR PREISE!!), habe neue Träume entstehen und reifen lassen, war euphorisch, habe mich bei Hochzeitsforum.de angemeldet und verfolge nun Postings anderer 2012 Bräute (und die sind alle schon richtig weit in ihren Planungen, da geht es nur noch um Details :-O)...
Mark und ich haben uns ja immerhin schonmal recht flott auf August 2012 geeinigt und als ich las, dass viele Locations für Juli 2012 schon weg seien wurde ich hibbelig - Juli ist doch so nah dran am August! Und ich will nicht das nehmen was übrig bleibt! (OHGOTTOHGOTTOHGOTT!!) Zu dumm nur, dass Mark a.) seit letzter Woche wieder in Hamburg ist und b.) von seiner neuen Arbeitsstelle mehr als eingenommen, so dass ich mit meiner allerersten Pre-Wedding-Panik aufs Wochenende vertröstet wurde. Da hätt ich ja schon durchdrehen können (hehe), aber als dann endlich Samstag war hat er es ja auch wieder gut gemacht, in dem er sich 3 Stunden mit mir hingesetzt hat um Locations, Gästelisten, Farbkonzepte, Fotografenconnections etc. durchzuexerzieren.
Wichtigstes Ergebnis bisher: Wir haben uns auf 5 Locations geeinigt, die unterschiedlicher nicht sein können und die werden wir uns an Ostern angucken.

Und wie das wird und wieviele Pre-Wedding-Paniken (oder heißt es "Paniks"?!) ich bis dahin noch durchleiden muss, erfahren wir dann beim nächsten Mal. Bis dahin, verfliege ich mich zurück auf meine Wolke :-)

Montag, 21. März 2011

Männer kommen vom Mars. Punkt.

Auch wenn diese Aussage eigentlich keiner weiteren Ergänzung bedarf, wie wir ja alle wissen, möchte ich sie doch mir einer kleinen Begebenheit vom Wochenende untermauern:

Zeit: Samstag 19.03.2011, ca. 22.00 Uhr

Ort: Ein Stehtisch in einem Vereinshaus (urgs!) in Barmbek-Süd, Hamburg

Personen: Ich und 3 Männer (Ich nenne Sie der Einfachheit halber Mark, Heiko und Karsten) als Teil einer größeren Geburtstagsgesellschaft.

Der Vorfall: Beim Verspeisen von reichlich Nahrung vom Buffet kommt an besagtem Stehtisch das Thema Fußball zur Sprache. Wundert mich eigentlich nicht, denn Fußball kommt IMMER zur Sprache...
Problem bei den drei Männern ist, dass 2 den HSV anbeten und einer den FC St. Pauli. Soweit ich gehört habe ist das in der freien Wildbahn eine brisante Mischung. Aber die drei sind ja zivilisiert und interessieren sich am Schicksal des Nebenmannes, so versucht Team-HSV herauszufinden weshalb Team-St.Pauli heute verloren hat:

Mark: "Was ist denn bei euch los grade? Ihr habt ja so schlecht gespielt..........................................................und es folgt ein Schwall Fußballblabla den ich schnell wieder verdrängt habe. Prägnant war jedoch, dass jeder dieser Sätze so personifiziert war, als wenn Karsten himself am Nachmittag noch auf dem Platz stand und im Schweiße seines Angesichts höchstpersönlich verkackt hätte.

Also ich bitte dich, das ist doch nicht normal?? Ist Fußball für Männer tatsächlich so existenziell, dass Sie in ihren Gedanken Teil des Teams sind und Fehler sowie Erfolge auf sich selbst beziehen müssen? Oder ist Ihnen nur nicht klar, dass Sie eben nicht Woche für Woche selbst auf dem Platz stehen und Bälle treten.
Auch schön sind diese Aussagen, die nicht nur die Spieler, sondern auch den Trainer kritisieren, weil sie es selber ja alles viel besser gemacht/ gekonnt/ getan hätten (hier mal ein trauriger Fakt: NEIN, hättet ihr sicherlich nicht Jungs)
Gesund sind Halluzinationen auf Dauer sicher nicht...

Im nächsten Moment drängt sich ein "korpulenterer" Kerl an uns vorbei, den die drei offensichtlich aus früheren Tagen kennen. Sobald er aus Hörweite ist, stecken sich drei aufgebrachte Köpfe zusammen (meiner war nicht dabei): "Boaaaah ist der FETT geworden!!"

Tja...vielleicht kommen Männer doch nicht vom Mars, sondern von der Venus...

Peace out, meine Lieben.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Jaja, swinging 50s....xD

Handbuch der Firma Miele aus dem Jahre 1955!

Das Handbuch für die gute Hausfrau

* Halten Sie das Abendessen bereit. Planen Sie vorausschauend, evtl. schon am Vorabend, damit die köstliche Mahlzeit rechtzeitig fertig ist, wenn er nach Hause kommt. So zeigen Sie ihm, dass Sie an ihn gedacht haben und dass Ihnen seine Bedürfnisse am Herzen liegen. Die meisten Männer sind hungrig, wenn sie heimkommen und die Aussicht auf eine warme Mahlzeit (besonders auf seine Leibspeise) gehört zu einem herzlichen Empfang, so wie man ihn braucht.

* Machen Sie sich schick. Gönnen Sie sich 15 Minuten Pause, so dass Sie erfrischt sind, wenn er ankommt. Legen Sie Make-up nach, knüpfen Sie ein Band ins Haar, so dass Sie adrett aussehen. Er war ja schließlich mit einer Menge erschöpfender Leute zusammen.

* Seien Sie fröhlich, machen Sie sich interessant für ihn! Er braucht vielleicht ein wenig Aufmunterung nach einem ermüdenden Tag und es gehört zu Ihren Pflichten, dafür zu sorgen.

* Räumen Sie auf. Machen Sie einen letzten Rundgang durch das Haus, kurz bevor Ihr Mann kommt.

* Räumen Sie Schulbücher, Spielsachen, Papiere usw. zusammen und säubern Sie mit einem Staubtuch die Tische.

* Während der kälteren Monate sollten Sie für ihn ein Kaminfeuer zum Entspannen vorbereiten. Ihr Mann wird fühlen, dass er in seinem Zuhause eine Insel der Ruhe und Ordnung hat, was auch Sie beflügeln wird. Letztendlich wird es Sie unglaublich zufrieden stellen, für sein Wohlergehen zu sorgen.

* Machen Sie die Kinder schick. Nehmen Sie sich ein paar Minuten, um ihre Hände und Gesichter zu waschen (wenn sie noch klein sind). Kämmen Sie ihr Haar und wechseln Sie ggf. ihre Kleidung. Die Kinder sind ihre "kleinen Schätze" und so möchte er sie auch erleben. Vermeiden Sie jeden Lärm. Wenn er nach Hause kommt, schalten Sie Spülmaschine, Trockner und Staubsauger aus. Ermahnen Sie die Kinder, leise zu sein.

* Seien Sie glücklich, ihn zu sehen.

* Begrüßen Sie ihn mit einem warmen Lächeln und zeigen Sie ihm, wie aufrichtig Sie sich wünschen, ihm eine Freude zu bereiten.

* Hören Sie ihm zu. Sie mögen ein Dutzend wichtiger Dinge auf dem Herzen haben, aber wenn er heimkommt, ist nicht der geeignete Augenblick, darüber zu sprechen. Lassen Sie ihn zuerst erzählen - und vergessen Sie nicht, dass seine Gesprächsthemen wichtiger sind als Ihre.

* Der Abend gehört ihm. Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder ohne Sie zum Abendessen oder irgendeiner Veranstaltung ausgeht. Versuchen Sie stattdessen, seine Welt voll Druck und Belastungen zu verstehen. Er braucht es wirklich, sich zu Hause zu erholen.

* Ihr Ziel sollte sein: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Zuhause ein Ort voller Frieden, Ordnung und Behaglichkeit ist, wo Ihr Mann Körper und Geist erfrischen kann.

* Begrüßen Sie ihn nicht mit Beschwerden und Problemen.

* Beklagen Sie sich nicht, wenn er spät heimkommt oder selbst wenn er die ganze Nacht ausbleibt. Nehmen Sie dies als kleineres Übel, verglichen mit dem, was er vermutlich tagsüber durchgemacht hat.

* Machen Sie es ihm bequem. Lassen Sie ihn in einem gemütlichen Sessel zurücklehnen oder im Schlafzimmer hinlegen. Halten Sie ein kaltes oder warmes Getränk für ihn bereit.

* Schieben Sie ihm sein Kissen zurecht und bieten Sie ihm an, seine Schuhe auszuziehen. Sprechen Sie mit leiser, sanfter und freundlicher Stimme.

* Fragen Sie ihn nicht darüber aus, was er tagsüber gemacht hat. Zweifeln Sie nicht an seinem Urteilsvermögen oder seiner Rechtschaffenheit. Denken Sie daran: Er ist der Hausherr und als dieser wird er seinen Willen stets mit Fairness und Aufrichtigkeit durchsetzen. Sie haben kein Recht, ihn in Frage zu stellen.

* Eine gute Ehefrau weiß stets, wo ihr Platz ist.

Freitag, 26. November 2010

Ach, darum ist das also so....

Die Geschichte vom Wahnsinn

Eines Tages entschloss sich der Wahnsinn, seine Freunde zu einer Party einzuladen.
Als sie alle beisammen waren, schlug die Lust vor, Verstecken zu spielen.

"Verstecken? Was ist das?" fragte die Unwissenheit.
"Verstecken ist ein Spiel: einer zählt bis 100, der Rest versteckt sich und wird dann gesucht" erklärte die Schlauheit.
Alle willigten ein bis auf die Furcht und die Faulheit.
Der Wahnsinn war wahnsinnig begeistert und erklärte sich bereit zu zählen.
Das Durcheinander begann, denn jeder lief durch den Garten auf der Suche nach einem guten Versteck.
Die Sicherheit lief ins Nachbarhaus auf den Dachboden, man weiß ja nie.
Die Sorglosigkeit wählte das Erdbeerbeet.
Die Traurigkeit weinte einfach so drauf los.
Die Verzweiflung auch, denn sie wusste nicht, ob es besser war sich hinter oder vor der Mauer zu verstecken.

"...98, 99, 100!" zählte der Wahnsinn.
"Ich komme euch jetzt suchen!"
Die erste, die gefunden wurde, war die Neugier, denn sie wollte wissen, wer als erster geschnappt wird und lehnte sich zu weit heraus aus ihrem Versteck.
Auch die Freude wurde schnell gefunden, denn man konnte ihr Kichern nicht überhören.
Mit der Zeit fand der Wahnsinn all seine Freunde und selbst die Sicherheit war wieder da.

Doch dann fragte die Skepsis: "Wo ist denn die Liebe?"
Alle zuckten mit der Schulter, denn keiner hatte sie gesehen.
Also gingen sie suchen. Sie schauten unter Steinen, hinterm Regenbogen und auf den Bäumen.
Der Wahnsinn suchte in einem dornigen Gebüsch mit Hilfe eines Stöckchens.
Und plötzlich gab es einen Schrei! Es war die Liebe.
Der Wahnsinn hatte ihr aus Versehen das Auge rausgepiekst.
Er bat um Vergebung, flehte um Verzeihung und bot der Liebe an, sie für immer zu begleiten und ihre Sehkraft zu werden.
Die Liebe akzeptierte diese Entschuldigung natürlich.

Seitdem ist die Liebe blind und wird vom Wahnsinn begleitet...

Montag, 13. September 2010

Sachen gibt's, die gibt's gar nicht...dachte ich zumindest...

HEUTE: Phobien

Name Angst (da)vor...

Ablutophobie sich zu waschen/baden
Alliumphobie Knoblauch
Ambulophobie zu gehen
Amelophobie Menschen mit fehlenden Gliedmaßen
Amychophobie gekratzt zu werden, sich selbst zu kratzen
Anglophobie England und/oder seiner Kultur
Arachibutyrophobie dass Erdnussbutter am Gaumen kleben bleibt
Babushkaphobie (Abneigung) von Frauen gegenüber ihrer Großmutter
Clinophobie ins Bett zu gehen
Dextrophobie Dingen, die sich an der rechten Körperhälfte befinden
Epistemophobie Wissen
Euphobie guten Neuigkeiten
Eurotophobie weiblichen Genitalien
Friggaphobie Freitagen
Glucodermaphobie Haut, die sich auf warmer, zu lange stehengelassener
Milch (Kakao) bildet
Hippopotomonstrosesquippedaliophobie langen Wörtern
Hypopphobie Mangel an Angst
Kinesophobie Bewegungen, sich zu bewegen
Koumpounophobie Knöpfen
Kyphophobie sich zu bücken
Levophobie Dinge, die sich an der linken Körperhälfte befinden
Medecophobie Sichtbarsein einer Erektion an einer Ausbeulung der Hose


Sonntag, 22. August 2010

Mein Fundstück der Woche

Gefunden in einem Schülerkalender

CHECK THIS OUT:

Tips für das Flirten mit Jungen
(folglich Ratschläge, die sich Mädchen zu Herzen nehmen sollte, wenn sie sich einen coolen Boy aufreißen wollen)

- Achte auf deine Stimme, auch wenn du nervös bist, sprich ruhig und klar. Das ist angenehm und anziehend für deine Zuhörer.

- Selbst wenn du es liebst im Mittelpunkt zu stehen, lass ihn sich trotzdem ein wenig als Eroberer fühlen. Und: auch Jungs mögen Komplimente. ~ .oO(und am liebsten werden sie davon überschüttet..."oohh du bist so süß" wirkt immer ganz besonders toll...oder einfach mal schön durch die frisch gegelten Haare wuscheln)

- (MEIN FAVORIT :-D) Jungs verstehen versteckte Zeichen nur schwer. Sei direkt, aber nicht plump! .oO(ohne Worte)

- Trage ruhig Turnschuhe! Jungs sind sogar weniger unsicher, als wenn du dich aufstylst (und du fühlst dich wohl). ~ .oO(Highheels und Minirock finden die auch gar nicht so super, dasselbe gilt für schöne Haare und Makeup....lieber ne schöne Baggy und n paar gepflegte Sneaker und du natürlich fühlst dich dann wohl wenn er nett zu dir ist, weil er dich mit einem seiner Kumpels verwechselt)

- Frag ihn um Rat: welche Snowboardmarke kann er empfehlen, welche Fahrschule ist die Beste? ~ .oO(und: "welche Handtasche passt besser zu meinen Schuhen" und unbedingt um Rat fragen bei dem Problem: "Sag mal, sehe ich in der Hose dick aus?")

- Sag "NEIN", wenn dir der Flirt zu weit geht. Und hab keine Angst ein Spaßverderber zu sein. ~ .oO("Zieh Leine und geh sterben" ist auch ein Spruch den man mal ausprobiert haben sollte)

- Sei nicht sauer wenn er mal keine Zeit für dich hat - er wird deine Gegenwart umso mehr genießen! ~ .oO(bla.....ein Arschloch ist er wenn er keine Zeit für mich hat!)

- Geh aufrecht, atme tief, geh mit einem Lächeln durch die Welt. ~ .oO(aber nicht ZU aufrecht gehen und nicht ZU tief atmen und nicht ständig Lächeln....das sieht auch komisch aus)

- Vergiss alle Tips! Wenn du dich nicht natürlich benimmst, blamierst du dich leicht. Hab Spaß! ~ .oO(na toll....und wozu hab ich mir die voherigen Punkte nu durchgelesen?!)




Tips für das Flirten mit Mädchen
(liebe Jungs, es ist nicht alles Gold was glänzt....bitte diese Tips nicht allzu sehr zu Herzen nehmen!)

- Mädchen mögen es, wenn Jungs den ersten Schritt beim Flirten machen, also trau dich. Im schlimmsten Fall sagt sie "NEIN" ~ .oO(im schlimmsten Fall lacht sie dich schrecklich aus und macht dich bei allen Leuten die sie kennt zum Gespött...)

- Sie bemerkt dich nie? Gib ihr im Vorbeigehen eine Blume oder einen Brief. Dann ist sie neugierig auf dich! ~ .oO(hahaha ja sehr neugierig und du bist vor allem der größte Spaß für sie und ihre Freundinnen :-D)

- Das Zauberwort heißt umwerben und nicht belagern. Sei nicht nervös oder selbstmitleidig. ~ .oO(vor allem nicht selbstmitleidig..."alle sind gemein zu mir, tröste mich BUHUUUU" *kotz*)
- Frauen hören gerne zu. Erzähl von dir, aber hör auch ihr zu, frag sie, was sie interessiert, was sie mag und was sie gerne tut. Wenn ihr Gemeinsamkeiten entdeckt, läuft das Gespräch von selbst

- Berührungen an Taille und Po sind tabu! Berühre sie manchmal kurz am Arm um zu sehen, wie sie reagiert ~ .oO(außer du bist Johnny Depp, dann sind Berührungen an Taille und Po absolut in Ordnung!)

- Auch wenn du Gammel-chic trägst - sei immer gepflegt und sauber. Nicht übertreiben mit Parfum und Haarwachs ~ .oO(und auch nicht übertreiben mit dem gammel-chic....und apropos, was soll Gammel-chic eigentlich sein?! Ich glaub ich bin absolut nicht mehr in...)

- Mädchen sind anders als Jungs! Sie ist wahrscheinlich nicht so imponiert von deinen Fußballheldentaten wie deine Kumpels. ~ .oO(nein ist sie nicht...)

- (MEIN FAVORIT :-D) Mach ihr ein ungewöhnliches Kompliment. Wer tolle Haare hat, hört das ständig. Sag ihr einfach, was du an ihr magst! Lobe das an ihr, was nicht supermodel-perfekt ist, z.B. ihre etwas pummelige Figur, das hört sie besonders gern. ~ .oO(NEIN TUT SIE NICHT! Ein "ich mag deinen Schwabbelarsch total gern" kommt kein Stück gut an!)


Mal ernsthaft....wie kommt die Redaktion auf die Idee, solche bizarren "Flirttips" in einen Schülerkalender für 10-18-jährige abzudrucken?! Die Kleinen wissen es doch selbst nicht besser und halten sich womöglich sogar noch daran.....
Kein Wunder, dass es mit unserer Jugend rapide bergab geht...

Aber für alle, die sich jetzt dennoch gut informiert und bereit für das nächste Abenteuer fühlen....gut flirt...und wenn ihr noch mehr sinnlose Flirttips braucht, ruft mich an :-D

Donnerstag, 12. August 2010

TAG 1 | Das „Eins Zwei Drei – Oberkörper frei! - Wenn Cheerleader die Hanse Sail rocken…“-Logbuch

Zur jährlichen Hanse Sail in Rostock öffnet der Marinestützpunkt Hohe Düne seine Tore für interessierte Besucher. Auch die Feldpost stellt dort aus und als Cheerleader Team des großen Papakonzerns "Deutsche Post" wurden wir vom Captain Scholle eingeladen ihn zu supporten...und so etwas lassen wir uns bestimmt nicht zweimal sagen!



Donnerstag 05.08.2010

Wetter bewölkt
Stimmung erwartungsvoll

1.00 Uhr Wir befinden uns auf dem Marinestützpunkt Hohe Düne in Rostock-Warnemünde. Wir checken auf einem Wohnschiff namens „Knurrhahn“ ein das für die nächsten Tage unsere spartanische Unterkunft sein wird.
Schon beim Reingehen fällt auf, dass die Zweckmäßigkeit überwiegt und Komfort auf so einem Marinewohnschiff eher keine Rolle spielt: enge kleine Flure, gemischte Waschräume und von dem Geruch der Toiletten will ich gar nicht erst anfangen....naja Nase zu und durch...
Unsere Schlafgemächer sind winzige 6er Kojen. Zum Glück waren wir nur zu dritt in unserer, da gibt es nur minimale Platzprobleme und wenn man den kleinen Vorhang vor seinem Bock (a.k.a. „Bett“ in der Marinesprache) zuzieht, hat man sogar etwas wie Privatssphäre.

2.30 Uhr Kleine Einschlafprobleme wegen diverser Fang-mich-Spiele durch die Flure und wegen der Klimaanlage, die nicht regulierbar zu sein scheint und das Zimmer in die Antarktis verwandelt.

7.30 Uhr Wir starten den Tag dennoch recht ausgeschlafen und fertig gestylt in unseren Cheerleaderoutfits mit der wichtigsten Mahlzeit des Tages: Frühstück.
Die Truppenversorgung ist 1a und so wird sich ordentlich der Bauch vollgeschlagen, bevor es zur offiziellen Begrüßung durch unseren Gastgeber Captain Scholle geht.
Ich bin jetzt schon im Paradies, überall schöne Männer in Uniformen. Das werden ein paar verdammt gute Tage!

9.00 Uhr Wir versammeln uns um einen großen Tisch in der Offiziersmesse. Captain Scholle stellt uns seine Crew vor. Jede(r) von uns bekommt ein kleines gelbes Taschenmesser geschenkt, was mit einem „Uuuh, da ist ja eine Nagelfeile drin“ dankend angenommen wird, zudem bekommen wir einen persönlichen Fahrersoldaten (ein KvD um genau zu sein) zugeteilt und einen Weiteren, der für unser leibliches und seelisches Wohl zuständig ist (wir nennen ihn Edelweiß).

10.30 Uhr Zwei für uns auf die Beine gestellten Shuttlebusse bringen uns zu unserem ersten Einsatzort: Eine Mole an der Promenade von Warnemünde. Dort bringen wir uns mit schönen „Gute Fahrt wünscht die Deutsche Post“- Schildern in Position um die Segelboote zu begrüßen, die sich für den Tag rauf aufs weite Meer verabschieden (allen voran natürlich das Boot auf welchem die Geschäftskunden des Post Vertriebes einen Ausflug machen). Die bummelnden Passanten beobachten neugierig unser Treiben und scheinen ganz angetan von unseren kurzen Röckchen und unserer Präsentation. KvD und Edelweiß geben gut auf uns Acht.



12.00 Uhr Mittagessen...lecker lecker Schweinebraten

14.30 Uhr Captain Scholle lädt uns zu einer 2-stündigen Bootsfahrt nach Rostock ein. Eigentlich war kein Zwischenstop an der Promenade vorgesehen, aber weil wir so gerne wollten und so schön mit den Äuglein geklimpert haben, dürfen wir eine Viertel Stunde an Land gehen. Die Schiffscrew wartet derweil an Bord. Es fühlt sich so an, als wären wir die größten Promis und unser Fahrer steht für die Rückfahrt auf Abruf bereit....großartig :-D

16.30 Uhr Da es inzwischen angefangen hat zu regnen und die Besucherzahlen an diesem Donnerstag auch eher gering sind, fällt unser offizieller Tanzauftritt aus. So haben wir den ersten Tag locker flockig angehen lassen und genug Zeit uns für den Icebreaker Grillabend mit der Feldpostcrew und einigen anderen Soldaten aufzuhübschen.

18.00 Uhr Beginn des Icebreaker Grillabends mit kleinen Reden und dem (zumindest meinerseits) begucken der beteiligten Soldaten,....eine Augenweide mit großem muskulösen Oberkörper und Armen so dick wie meine Oberschenkel (vor Muskeln, nicht vor Fett!) fällt uns allen ins Auge, wir taufen ihn auf den Namen „Arm1“...aber ich schweife ab...
Nach dem offiziellen Teil ging die Feier dann auch los mit wilden Unterhaltungen, Reise nach Jerusalem, einer kleinen Tanzeinlage und ersten Kontaktaufnahmen zwischen uns, den Tauchern, Feldpostlern und Fallschirmjägern, die natürlich begeistert sind von soviel Weiblichkeit auf dem Stützpunkt.
Arm1 ist so angetan, dass er doch glatt im Zuge der Feierei nach unserem Aufruf „1, 2, 3...Oberkörper frei“ sein Tshirt von sich streift, seinen durchaus mehr als beachtlichen Körper präsentiert und uns eine Gogo Show allererster Sahne bietet. Wir kiechern fröhlich vor uns hin und fordern ihn unsererseits zum Armdrücken heraus. Steffi hat ihr bestes gegeben, aber leider verloren.
Arm1 kassierte dann noch einige Körbe, nachdem er seine Favoritinnen angesprochen und um Sex „in einer dunklen Ecke der Kaserne“ gebeten hat. Aussehen ist eben doch nicht alles…

24.00 Uhr Morgen ist ein langer Tag. Wir verlassen die Party und gehen „auf Bock“ (das heißt in Marinesprache „ins Bett“, hört sich nur schweinischer an). Während manch andere noch auf dem Knurrhahn zusammensitzen, gehe ich für meinen Teil schlafen. Bis morgen.

TAG 2 | Das „Eins Zwei Drei – Oberkörper frei! - Wenn Cheerleader die Hanse Sail rocken…“-Logbuch

Freitag 06.08.2010

Wetter heiter bis wolkig
Stimmung YEAH

7.00 Uhr Edmiras Bebe Abschminktücher (die in der weißen Packung, nicht in der hellblauen) sind alle. Aber wir haben vom Captain Scholle ja einen wunderbaren KvD bekommen, der sich auf den Weg in den Laden macht und für sie Nachschub an Bebe Abschminktücher (in der weißen Packung, nicht in der hellblauen) besorgt...aaawwww :)

7.30 Uhr Während einige ganz bewusst das Frühstück verschlafen (wie kann man nur), lasse ich es mir natürlich nicht entgehen. Beim Essen entdecke ich einen der Taucher vom Vortag (und nein, ich meine nicht Arm1, sondern Mr.Cool)…mein Tag ist gerettet.

10.00 Uhr Treffen zum Training. Auch wenn wir uns auf eine Wiese abseits des Trubels verzogen haben, entdecken uns die Menschen und schauen uns interessiert zu.

11.00 Uhr Unser 1. Auftritt, es läuft alles gut, die Zuschauer sind nordisch-kühl, aber wir sind zufrieden.

12.00 Uhr Mittagessen: Gulasch und Karamellpudding zum Nachtisch...lecker lecker lecker, Mr. Cool ist auch wieder da, juhu.

13.00 Uhr Wir sollen die Fallschirmjäger mit einer Schneise begrüßen, in der sie landen (so ist zumindest der Plan).
Also begeben wir uns auf eine große grüne Wiese und werden dort von dem Bodenmacker der Fallschirmjäger (sorry, aber da fehlen mir die Fachbegriffe, aber er sah extremst cool aus mit seinem Overall und der Sonnenbrille) eingewiesen, wie wir uns am besten hinstellen. Keiner von uns Mädels hat Erfahrungen mit dem Talent der Springer oder der ungefähren Größe eines Fallschirms, also weiß auch keiner ob das nicht vielleicht ins Auge geht. Nur vorsichtshalber wird folgende Regel aufgestellt: Falls einer von ihnen auf einem von uns Mädels landen sollte, darf sie ihn behalten…
Aber alles geht gut und so gehen wir ersteinmal alle leer aus, aber das Erlebnis war dennoch großartig.
Der letzte Fallschirmjäger setzte sogar mit einem Knicks auf und am Abend erzählte er mir, wenn er gewusst hätte, dass wir dort stehen würden, dann wäre er mit einer Rose im Mund gelandet....aaawwww ist das nicht niedlich?!
Der nächste Auftrag: An den Rand der Wiese stellen und den Kampfhubschrauber begrüßen der gleich landen wird um die Springer wieder einzusammeln. Ich glaube ich bin nicht die Einzige die Angst vor einem hochfliegenden Röckchen hat.
Aber als dieses Riesenfluggerät plötzlich vor uns landet, sind die Röcke auch egal, das war einfach nur faszinierend. Die Piloten waren sicher auch schwer verwundert was auf dieser Wiese gerade los ist. Bei deren Gespräch hätte ich gerne Mäusschen gespielt...

13.30 Uhr Wir gehen im „2 Mann Glied“ (so oder so ähnlich heißt das, wenn man zu zweit nebeneinander her marschiert) zur Luftwaffe und uns fällt auf: wir brauchen ein Marschlied; eines in der Art wie man sie aus Filmen kennt: einer singt vor, alle singen nach. Also wird rapperlike improvisiert. Aber wir sind keine Rapper, wir sind Cheerleader und so holpern die Texte ein wenig vor sich hin. Egal, wir werden die Tage daran feilen...



14.00 Uhr Unser 2. Auftritt, diesmal bei der Luftwaffe, die man auch liebevoll „Raketen“ nennt. Woher dieser Spitzname kommt, haben wir dann auch gleich demonstriert bekommen: weil man uns mit einer Überraschung am Ende der Vorführung gelockt hat, wurden wir Zeugen einer Raketenaufbaudemonstration. Dazu wuselten 3 Männlein an einem gigantischen Auto rum, bis zwei riesige Raketendinger in einem Winkel von 38° in die Luft ragten und quasi abschussbereit waren (jaja, da soll mal einer sagen, ich hätte nicht aufgepasst). Hinterlegt wurde das ganze mit dramatischer Musik. Ja, es war genauso spannend wie es sich anhört, aber danach gibt es dann auch endlich die Überraschung: SEKT in rauen Mengen. Die Raketen wissen, wie man Mädels happy macht. Und so versacken wir für die nächste Stunde in deren Tarnzelt, geniessen die wirklich nette Gesellschaft und das sprudelnde Getränk. Zugegebenermaßen schlug der Sekt auf den leeren Magen besonders gut an....und schwups war ich betrunken und kiecherte vor mich hin. Ist das Leben nicht wundervoll? Ja ist es!! Und ich beschließe den Marinestützpunkt nie wieder zu verlassen.



15.30 Uhr In der „2 Mann Glied“ Formation drehen wir eine Runde, um vor jedem der Schiffe ein bisschen Show zu machen. Nach dem Stunten und Namen buchstabieren haben wir viele viele Fans mehr. Das polnische Schiff holte sogar die gesamte Besatzung an Deck und feierte ordentlich mit uns mit!
Der Kaptainleutnant des Schnellbootes „Wiesel“ findet uns so super, dass er uns für den Abend zu einer Bootsführung einlädt.

17.00 Uhr Die Taucher drehen mit uns spontan eine Runde in deren Schlauchspeedboot. Dafür müssen wir ziemlich blöde Flecktarnschwimmwesten anziehen die mit Bändern gesichert werden müssen die zwischen den Beinen durchgehen......kann sich jemand vorstellen, der keinen kurzen Rock trägt, wie unvorteilhaft das aussieht?! Außerdem guckt mir Mr.Cool dabei zu...wie unangenehm.

17.30 Uhr Abendbrot

18.00 Uhr Während einige der Einladung des Kaptainleutnants folgen und sich die „Wiesel“ angucken, verbleiben wir anderen in der Abendsonne auf dem Oberdeck des Knurrhahn mit den Fallschirmjägern. Dabei werden wir Zeuge einer Wette: Die Fallschirmjäger bieten ihrem Kollegen 100€ wenn er jetzt in diesem Moment, in seiner gesamten Soldatenmontur vom Oberdeck springen würde. Die Höhe beträgt so um die 9 Meter. Der Wetteinsatz wurde auf 80€ reduziert, nachdem er zumindest seine Papiere und sein Handy aus den Taschen nehmen wollte und schwups stand er auch schon auf dem Geländer. Oh weh oh weh oh weh....was wenn er mit seinem Stiefel im Geländer hängen bleibt? Oder wenn er auf die untere Reling knallt, die deutlich hervorsteht....aber da war er auch schon abgesprungen und Gott sei Dank sicher im Wasser gelandet...er war sogar cool genug an der Außenwand wieder reinzuklettern. Als ich ihn fragte wie er von der unteren Etage aufs Oberdeck gekommen ist, meinte er, er wäre an dem Rohr hochgeklettert. Als ich wissen wollte wie er denn an dem Rohr hochklettern konnte, war seine Antwort „Na ich habe doch Arme“.....ja gut, ich habe auch Arme, aber sowas kann ich trotzdem nicht...aber muss ich auch nicht, bin ja ein Mädchen.

20.00 Uhr Hübsch machen zum heutigen Abendprogramm: Kirmes in Warnemünde und feiern an der Strandpromenade. Die Details bleiben unter Verschluss vor der Öffentlichkeit, aber es war eine spaßige und lange Nacht.

TAG 3 | Das „Eins Zwei Drei – Oberkörper frei! - Wenn Cheerleader die Hanse Sail rocken…“-Logbuch

Samstag 07.08.2010

Wetter sonnig
Stimmung müüüüüüüüde

05.30 Uhr Ankunft vom Feiern auf dem Knurrhahn

09.00 Uhr Aufstehen...mist, Frühstück verpasst und auch nur 3 Stunden geschlafen....

10.00 Uhr Treffen; und wie am Vortag und bespaßen der Schiffe und des Publikums. Jeder Schritt und jede Bewegung fällt schwerer als am Vortag, aber zu sehen wie die Leute sich freuen, macht alles wieder gut. Kapitainleutnant König überrascht uns mit einer roten Rose für jede von uns. Wir sind entzückt! Soviele Küsschen hat er vermutlich noch nie bekommen!

12.00 Uhr Mittagessen.....Geschnetzeltes...yummi yummi und wo ist eigentlich Mr.Cool?

13.30 Uhr Auftritt bei den Raketen und auch heute „überraschen“ sie uns mit...na, wer hat aufgepasst, jawohl mit Sekt! Sie laden uns noch für den Abend zu der Party des Chefs ein. Sie haben sogar um eine Kiste Havanna gewettet ob wir kommen oder nicht. Leider müssen wir ihnen einen Korb geben und den Bachmann um die besagte Kiste erleichtern, denn wir sind leider schon anderweitig eingeladen.

14.30 Uhr Leider können wir nicht so lange bei den „Raketen“ bleiben wie gestern, denn die Feldpostcrew wartet mit einem Fotoshooting auf uns. Wir sollen in den Kalender 2011…wuhuuuu wir werden Kalendergirls.
Nach vielen Posen und Lächelgesichtern ist alles im Kasten.

15.30 Uhr Freizeit, wir erkunden noch einmal das Gelände und halten Ausschau nach jemand Hübschem.

17.00 Uhr Zeit die Reserven aufzutanken, Kurzes Nickerchen in der Sonne.

18.00 Uhr Aufräumen, abbauen, wegpacken, die Hanse Sail 2010 neigt sich dem Ende. Nach tränenrührenden Dankesreden und Abschiedsgeschenken von Captain Scholle und Pui (stellvertretend für uns) ist der offizielle Teil beendet, aber nicht bevor der Captain uns nicht noch zur Feldpost Weihnachtsfeier eingeladen hat.
Nach einem weiteren Gespräch mit ihm ist klar, dass er mich fest einstellt, so dass ich diesen wunderbaren Ort nie wieder verlassen muss. Er sagt, ich kann dort als professionelle Gutausseherin arbeiten ...na das ist doch ein Job den ich hinkriegen sollte.

19.00 Uhr Ja wir schaffen es, dass 15 Mädels und 5 Männer innerhalb von 45 Minuten duschen und sich komplett zum Ausgehen fertig machen. Wir sind zum Grillabend auf die „Wiesel“ eingeladen. Wir tragen alle weiße Oberteile und unsere „Fanclub Deutsche Post“- Schals und sind wie immer eine Augenweide.
Der Grillabend ist fantastisch. Wir sind bei bestem Wetter auf dem Oberdeck umringt von sehr aufmerksamen und (mehr oder weniger) charmanten Männern, dem bestem Grillfleisch und leckeren Getränke .



21.30 Uhr Wenn unser Bootssteuermann nicht verschlafen hätte, würden wir nun ein Schiff besteigen, dass uns in die Bucht vor Warnemünde tuckert, damit wir von dort das Hanse Sail Abschlussfeuerwerk angucken können. So sitzen wir aber nun auf dem Steg und warten. Und wie vertreibt man sich die Wartezeit? Mit der offiziellen „MAIL SISTERS Schalwahl“...einige Mädels haben ihre Schals schon an Feldpostsoldaten ihrer Wahl verschenkt, aber für die die es noch nicht getan haben heißt es nun in Reih und Glied aufstellen und jeder Soldat darf sich von der Dame seiner Wahl nicht nur den Schal, sondern auch Küsschen geben lassen. Das hat ein bisschen was von Herzblatt...

22.00 Uhr Endlich stechen wir uns See. Es ist so romantisch: die Warnemünder Skyline, mit 4-Master und Riesenrad, direkt vor uns und dann dieses Feuerwerk. Bei einigen macht sich Kuschelstimmung breit und auch ich nutze die Gelegenheit einen Moment still zu werden und die letzten Tage in meinem Kopf Revue passieren zu lassen. Wie können so wenige Tage so großartig und unvergesslich sein? Wie kann ich morgen nach Hause fahren und so weitermachen als wäre das ein Wochenende wie jedes andere gewesen? Es ist, als wäre man zum Mond geflogen und plötzlich wieder auf der Erde gelandet.
Und ich sehe an den Gesichtern meiner Mädels, dass ich nicht die Einzige bin, die darüber schon nachgedacht hat.

Der Grillabend auf der „Wiesel“ ging dann noch bis in die frühen Morgenstunden weiter und niemand stand am nächsten Morgen ohne eine gewisse Abschiedsmelancholie auf.
Wir werden im nächsten Jahr wiederkommen, nur noch 12 Monate, aber erstmal müssen wir in den schönen Erinnerungen schwelgen, zusammen lachen und schimpfen über das was wir erlebt haben und uns auf den 13. Januar freuen, wenn es ein Wiedersehen gibt mit Captain Scholle und seiner Feldpost.

Sonntag, 1. August 2010

Der ultimative Twilight- Edward vs. Jacob- Check

Wir Mädchen sind ja schon etwas ganz besonderes....wir sind süß, wunderschön, werden rot wenn man uns ein Kompliment macht, kiechern, ziehen uns hübsche Kleidchen an und ganz besonders schwärmen wir!
JA, wir lieben es zu schwärmen und wir tun es für alles mögliche, nicht nur für den Jungen von nebenan oder den süüüüüüßen Verkäufer von H&M, wir schwärmen auch gerne für Menschen die niemals für uns fassbar werden, wie Schauspieler oder sogar für Menschen, die gar keine Menschen sind, etwa Werwölfe oder sogar Vampire....traurig, aber wahr...

So kam also der Twilight Virus vor einiger Zeit über unser Land und spaltete die Frauenwelt in zwei Lager:

TEAM EDWARD(der Vampir) oder TEAM JACOB(der Werwolf)

Dabei ist es, auf Grund unserer Vorliebe fürs Schwärmen, nicht möglich „neutral“ oder „für beide“ zu sein, man entscheidet sich entweder für den Einen oder den Anderen und beobachtet mit Argusaugen was das gegnerische Team so treibt.

Auch ich gehöre zur Gattung der Mädchen und als solches habe ich mir natürlich auch den neuen Kinofilm angeguckt (spart euch das Geld, der ist richtig mies...und ich meine SO RICHTIG MIES!), obwohl ich selbstverständlich auch alle Bücher in- und auswendig kenne.
Aber bevor ich mich oute bei welchem Lager ich kämpfe, habe ich mir beim Ansehen des 124-Minuten-langweiligen-Twilight-Stuss-Films gedacht, ich liste einmal total objektiv die Vor- und Nachteile von Edward und Jacob auf.
Also fangen wir an:

PRO Edward
- wohnt in einem ziemlich abgefahrenen Haus
- fährt ein schickes Auto
- hat eine coole Familie, allen voran einen „Vater“, der ziemlich hot ist....*miau*
- wird niemals älter
- ist unsterblich

PRO Jacob
- fährt Motorrad
- kann sich in einen Wolf verwandeln und Hunde sind supi
- man muss kein Untoter sein um langfristig mit ihm zusammen sein zu können
- ist zielstrebig und kämpferisch
- hat einen schönen Teint
- strahlt Körperwärme ab, denn er ist schließlich ein Mensch(enwolf)
- hat einen Körper der HuuUUuUuuuUUiiiIIIiiiii ist
- rennt immer ohne Tshirt rum, so dass dieser HuuuUUUuuuIIIIiii-Körper permanent bewundert werden kann

CON Edward
- fahle Haut
- sein Körper funkelt wie Diamanten wenn Sonne drauf scheint.....ja Frauen lieben Diamanten....aber an den Fingern und
nicht als Haut des Lovers
- Kräuselbrusthaar guckt oben aus seinem Tshirt raus....URGS!
- hühnerbrüstig, spaddelig und dürr.....einfach nix dran an dem Guten
- bevormundend.....das nervt mich total ab
- übervorsichtig
- tooooootal theatralisch
- Wenn man nicht selber ein Vampir ist, muss man Angst haben, dass er einem das Blut aussaugt
- Wenn man nicht selber ein Vampir ist, gibt es keinen Sex, denn dann... siehe vorheriger Punkt
- Kann Gedanken lesen.....meine Gedanken sollte er aber lieber in Ruhe lassen
- Ohne Körperwärme und folglich eiskalt, denn er.....
- ist ein Untoter......halloho?!

CON Jacob
- puh ich habe lange über diesen Punkt nachgedacht, aber mir fällt einfach nix ein....

Fazit: So objektiv diese Auflistung auch ist (*hust*) Edward ist leider der totale Loser!
Und ich weiß ja nicht, was ihr heut noch macht, aber ich gehe jetzt und suche mir einen Werwolf....

Freitag, 2. Juli 2010

"Für immer Dein. Für immer Mein. Für immer Uns" - Oder auch nicht?!

Es ist zugegebenermaßen eine merkwürdige Zeit momentan. Der Frühling in dem die Gefühle Purzelbäume schlagen ist längst vorbei und der Sommer scheint die Zeit der gebrochenen Herzen zu sein. Nur so kann ich mir erklären, dass momentan zehn (10!!) meiner lieben Freunde unter Liebeskummer verschiedenster Art leiden. Ich habe ja für alle ein offenes Ohr, aber die Tatsache an sich lässt mich schon nachdenken.


So kam ich heute auf der Arbeit in ein Gespräch mit meiner Freundin und Kollegin Sandy (die leider auch eine der 10 ist) und wir diskutierten über die Existenz der großen Liebe, oder kurz gesagt DEN EINEN.

Wir definieren:

DER EINE, in den man, trotz Höhen und Tiefen, auch nach 100 Jahren noch verliebt ist wie am ersten Tag.

DER EINE, der einem nicht fremdgeht.

DER EINE, für den man immer etwas ganz besonderes bleibt.

DER EINE, der nicht nur Partner und Liebhaber, sondern auch bester Freund ist…

Diese Liste ließe sich beliebig lang fortführen, Fakt ist aber, dass Sandy und ich uns einig waren, dass es genau das ist, was wir einmal Unser nennen möchten.

Bei einem langen Gespräch mit meinem Kumpel Sebastian vor ein paar Tagen, zeigte er mir einen Teil der Problematik auf: “Was wollt ihr Frauen? Ihr sucht einen Mann der Ernährer und gleichzeitig Hausmann ist; ehrgeizig mit einem guten Job, aber trotzdem genug Zeit für die Familie hat; einen der euch beschützt, aber auch weinen kann, aber natürlich nicht zuviel; einer der gleichzeitig draufgängerischer Bad Boy und einfühlsamer Liebhaber ist...“

Es scheint in der Tat unrealistisch so einen zu finden, aber JA VERDAMMT, genau das ist es, was wir wollen!


Aber existiert dieser Mensch? Und wenn er es tut, wieviele gibt es von ihm und ist er zu finden?

Sandys Mutter sagt, dass auf jeden Topf ein Deckel passt.

Wenn man bedenkt, dass es 7 Milliarden Menschen auf der Welt gibt, ist die Chance diesen Deckel zu finden verschwindend klein (1 Mensch entspricht ungefähr 0,00000001428571% der Weltbevölkerung).

Mir hat allerdings jemand gesagt, dass es statistisch gesehen auf der ganzen Welt 500 potenzielle „Deckel“ für jeden von uns gibt (das sind immerhin um die 0,0000071428571% der Weltbevölkerung). Das klingt mir doch schon eher nach einer Zahl bei der es sich lohnt mal auf die Suche zu gehen, obwohl ich befürchte, dass es eh nur erstunken und erlogen ist.

Meine Mutter würde jetzt sagen, dass man nach der Liebe sowieso nicht suchen soll, denn plötzlich steht sie vor einem.

Aber wie kann man nicht-suchend durchs Leben gehen, wenn man doch eigentlich tatsächlich nach jemanden sucht?

Auf dem Streifzug nach dem EINEN macht man automatisch die verschiedensten Erfahrungen.

Häufig kommt der Spruch „Entweder besetzt oder beschissen“ zum Tragen, denn so scheint es tatsächlich zu sein. Warum sonst verlieben sich gefühlt eigentlich immer nur die Männer in einen, deren Gefühle wir aus oben genannten Gründen nicht erwidern können/wollen/dürfen?


Aber es kommen auch Zeiten, da gerät man in Beziehungen, Liebschaften oder kurze Bekanntschaften. Man serviert manch einen ab, bricht ihm womöglich sogar das Herz oder bekommt es selber gebrochen. (Wobei hier natürlich anzumerken ist, dass jeder der uns das Herz bricht sowieso der größte Oberarsch ist, weil er nicht kapiert hat, welchen Jackpot er mit uns gezogen hat und welchen Verlust unsere Abwesenheit für sein Leben bedeutet...alles klar?! ;-))


Aber selbst wenn man in einer (momentan) glücklichen Beziehung steckt, kann man dann mit langfristiger Sicherheit sagen, dass der Partner DER EINE ist, der die Kriterien lebenslang erfüllen kann (und geht es dabei wirklich um Kriterien und nicht viel mehr um etwas, was sich Liebe nennt?!)?

Ich glaube nicht, denn sonst weiß ich mir nicht zu erklären warum eine von drei Ehen heutzutage wieder geschieden wird. Ich bin sicher, hätten die Menschen vorher gewusst, dass ihre Seifenblase irgendwann zerplatzt, hätten sie sich die Kosten, die Mühe und den Stress erspart.

Man beachte zudem, dass kaum ein Elternpaar in meinem Freundeskreis noch immer verheiratet ist. Wie sollen wir bitteschön an die große Liebe glauben, wenn wir von Haus aus schon gesehen haben, dass es sie nicht mal bei unseren engsten Verwandten gibt?


Ein weiteres Beispiel: Die schwangere Freundin meiner Freundin stand kurz vor ihrer Hochzeit. Ich fragte sie nach ihrer Meinung wie lange das halten wird. Ihre Antwort: „Maximal bis das Kind in die Grundschule geht.“

Das ist doch eine sehr aufbauende Antwort…

Aber können wir es besser machen? In einer Gesellschaft, die einen Wegwerf- und Austauschcharakter bekommen hat, in der der „Lebensgefährte“ zu einem „Lebensabschnittsgefährten“ mutiert ist.


Verdammt, glaubt denn wirklich niemand mehr an die große Liebe??

Eines ist klar, wenn ich heirate, dann für immer (und DAS ich heirate, steht außer Frage, denn in meinem Kopf ist schon alles geplant ;-))

Obwohl ich mich manchmal dabei ertappe wie ich darüber nachdenke, wie schwer es mir vielleicht selber fallen würde den Rest meines Lebens (und das sind immerhin noch viele viele viieeeeeele Jahre) mit einem einzigen Mann zu verbringen.

Aber noch hoffe ich. Hoffe, dass es ihn gibt, meinen Prinzen, meinen Mann, meinen Seelenverwandten mit dem meine Seifenblase nicht platzen wird.


Musikalisch ausgedrückt bedeutet es folgendes: Mein „kleiner Bruder“ Olli fragte mich heute ob ich, anstatt Heavy Metal, lieber Klassik in der Beziehung sein möchte. Ja, ich möchte Klassik sein, mit einem Hauch Rock n Roll, aber vor allen Dingen mit einem Happy End.

Sonntag, 23. Mai 2010

Ein Zitat zum drüber grübeln

Wow, ist es tatsächlich schon 2 Jahre her, dass ich meinen letzten Blogeintrag gemacht habe?? NICHT ZU FASSEN!!
Für alle die schon sehnsüchtig auf ein weiteres Meisterwerk warten, kommt hier nun die Erlösung, denn im Booklet des fantastischen Musikers Simon Fitzgerald las ich folgendes schöne, aber zum nachdenken anregende Zitat das ich euch nicht vorenthalten möchte (Achtung: Einige grobe Englischkenntnisse sind nötig... (ansonsten klick mich, denn an Vokabeln soll es ja nicht scheitern ;)))

Also, lehn dich zurück und lies:

"One day not terribly long ago I came upon two birds flying above the treeline.

It was one of the more windy days I had seen in quite a while,

and it showed as the small winged pair struggled against the apparently victorious, yet invisible, opponent.

For whatever reason I was transfixed and found myself watching intently as they tried but simply could not advance.

No matter the course,
no matter the drive,
no matter the will,
they could not move.

And yet they tried.

And even still, there was a strange nobility in their striving, the futility of their battle only fueling their exertion.

But to my surprise, and soon thereafter, without so much as a sound or warning, one of the birds suddenly tucked its wing, turned and flew away,

allowing the strong wind to ease its efforts towards a new directon,

yet leaving its former companion to fight,

and to fight alone"


Drüber grübeln müsst ihr aber alleine :)

Dienstag, 8. April 2008

Veni Vidi Vici - Hanky und ich erobern Italien

Das Wetter in Deutschland ist Mist! Basta!

Und ich habe einen Flug gebucht! So!

Ich fliege nach Italien! Juhu!
Aber nicht einfach nur so, neeeein, ich besuche meine süße Freundin Hanky, die gerade 3 Monate dort sein darf, die Glückliche.

Ich fliege mit Ryan Air! Hallelujah...oder besser: kein Kommentar...
Flugzeuge die so sauber sind hat die Welt noch nicht gesehen...zudem super freundliche polnische Flight Hostessen, deren englische Durchsagen kaum zu entziffern sind und sogar die Bordverpflegung ist mit 3 Euro für ne 0,2 Dose Cola doch äußerst annehmlich...*hust*
Aber na ja...ich bin sicher gelandet und bei 40€ hin und zurück kann man das Preis-Leistungs-Verhältnis eigentlich nicht bemängeln.

Nach einer Bus- und zwei weiteren Bahnfahrten, bin ich dann auch endlich an meinem Zielort angekommen. Ein kleines idyllisches Örtchen welches sich Campese schimpft, am Fuße eines Berges liegt und Hanky eine neue Heimat geboten hat.
Aber weil es in Campese nichts gibt außer einer Bushaltestelle, einer Kirche und einem Plakat das anzeigt das die Backstreet Boys am 20.April in Padua auftreten, fliehen wir am folgenden Tag von besagter Bushaltestelle mit dem stündlichen Bus ins 70km entfernte Venedig.

Ich weiß, dass die Meinung der Leute über diese Stadt zweigeteilt ist. Entweder man hasst sie, weil alles so schmutzig wäre (wovon ich nichts bemerkt habe) oder man verliebt sich auf den ersten Blick. Ich gehöre eindeutig zu Letzteren.
Direkt als wir aus dem Bahnhof treten, blicken wir auf einen großen Kanal, auf dem Boote und Gondeln hin- und hergewiegt werden, in welchem die warme Vormittagssonne funkelt und glänzt...und schon bin ich mit Haut und Haaren der Stadt verfallen (ich bin leicht zu begeistern ;))

In ganz Venedig fährt kein einziges Auto, aber das geht ja auch gar nicht, denn es gibt nur Fußgängerstraßen und Kanäle. Autos parkt man zuvor in dem gigantischen Parkhaus am Stadtrand. Fortbewegen tut man sich dann mit den eigenen zwei Füßen, seinem Boot oder dem Vaporetto, einem Bootsbus.
Gondeln gibt es natürlich auch, aber ich würde vermuten, dass sich nur wenige Einwohner Venedigs jemals eine Fahrt gegönnt haben, denn eine „normale Runde" kostet schlappe 100€.
„Entschuldigung, ich muss mich wohl verhört haben?? E I N H U N D E R T??"
Mir klappt die Kinnlade runter...so eine Touristenabzocke!
Aber wir haben eine schlaue Idee, denn wenn wir Mitfahrer finden, ist das alles ja schon gar nicht mehr so teuer....Also fragen wir mal rum, aber wir kriegen nur Körbe, nicht nur einen sondern mindestens 100...sowas sind wir gar nicht gewohnt, aber man kriegt nun mal nicht alles was man möchte, und so bekommen wir auch keine Gondelfahrt.
„Wenn wir mal reiche Männer haben, machen wir hier Pärchenurlaub, dann können die uns das bezahlen." Gute Idee, Hanky, das find ich auch.

Die ganze Stadt kommt mir vor wie Disneyland, nur ohne Mickey Maus und Achterbahnen. Alle laufen fröhlich rum, gucken durch die Gegend, machen Fotos;
nur Touristen und Souvenirshops, und wir sind mittendrin.

Und sie sind wirklich überall die Touristen. Wie ein Schwarm Mücken begegnet man ihnen hinter jeder Ecke und es wird immer schlimmer je näher wir der Rialtobrücke kommen.
Ich frage mich ob ich an diesem Tag einen einzigen richtigen Venezianer gesehen habe, denn die meisten Leute denen wir begegnen sprechen deutsch.
Schlaue Händler wissen natürlich um die spendablen Ausländer zu werben uns so gibt es überall afroamerikanische Mitbürger die Handtaschen, Gürtel und Sonnenbrillen von Gucci, Prada und Co anbieten. Die sind natürlich alle Original, wie natürlich auch das Etikett bezeugt und man bekommt sie für günstige 20€, weil dem Händler dein Gesicht gefällt. Natürlich macht er dabei einen riiieeeeesen Verlust, denn im Laden in den Nobelvierteln kostet so ein Accessoire locker um die 300€!
Aber den Polizisten gefallen diese netten Handel gar nicht und streifen in Truppen durch die Gegend. So wurden wir Zeuge eines sehr spannenden Spektakels:
Einer der Verkäufer der auf einer der Brücken seinen „Laden" in Form eines großen Bettlakens ausgebreitet hat, entdeckt die Polizisten zu spät die sich ihm nähern. Panisch fasst er sein Bettlaken mit den Handtaschen drauf zu einem Bündel und versucht über das Brückengeländer zu fliehen. Er springt hinunter. Dabei verliert er den Sack. Er zögert kurz, ob er nun schnell weiterläuft um seine Haut zu retten oder sich noch einmal umdreht um nach dem Laken zu greifen. Aber die Gesetzeshüter sind schon wirklich nah und so entscheidet er sich doch zu laufen. Die Polizisten haben nicht wirklich Lust ihm hinterherzuhetzen und halten bei seinem Bündel an, welches sie nun selber schultern und zufrieden wieder zurückgehen.
Kurz danach sieht man den Geflohenen mit seinen „Geschäftspartnern" wieder an jener Brücke stehen und den Verlust der Kostbarkeiten betrauern.
Wie aufregend es hier ist!! Aber wir ziehen erstmal weiter, ich habe Hunger!

Es gibt Spaghetti mit super leckeren Meeresfrüchten, sowie Gnocchi und danach den obligatorischen Cappucchino- Aber auch die Natur verlangt ihr Recht und wir waren nicht so sehr erfreut nur Stehklos zu entdecken. Für diejenigen die nicht wissen, was das ist und wie man als Frau so etwas handhabt: Ein Stehklo ist ein Toilettenbecken direkt im Fußboden, welches recht gute Oberschenkelmuskeln voraussetzt. Solche Klos sind nicht unbedingt sauber, denn wenn es spritzen sollte, spritzt es natürlich rundherum...also merke dir das erste und wichtigste Stehklogebot: Hosenbeine hochkrempeln!
Ok genug Fäkalabschweifung.
Wir zahlen letztendlich fürs Essen 6€ mehr als errechnet und ein Blick auf den Bon gibt Aufschluss. Man darf noch 3€ pro Person für das Gedeck bezahlen. Na das ist ja eine negative Überraschung, zum Glück muss man wenigstens kein Trinkgeld abdrücken, aber das was sie alleine für das Gedeck kriegen, sollte wohl auch mehr als genug sein. Frechheit, noch so eine Abzocke!
Aber das Highlight kommt erst noch: Später am Nachmittag gehen wir in ein Café und bestellen Cappucchino an der Theke. 3€ sollen die kosten, aber als er fragt ob wir uns denn auch setzen möchte und wir bejahen, kostet es plötzlich 8€. Wir sind verdutzt. Sehr dreist ist das also bleiben wir stehen, denn 2,50 für den Gebrauch von Tasse und Untertasse zu zahlen, sieht keiner von uns ein. Sie haben wohl Mitleid mit uns geizigen Touristen und da wir auch die einzigen Gäste sind, dürfen wir dann doch an einen Tisch draußen Platz nehmen. Sehr freundlich, aber hier kommen wir trotzdem nicht wieder hin.

Auf unserem Weg durch die Stadt folgen wir den Schildern Richtung Markusplatz und Rialtobrücke und schlendern dabei durch dutzende kleine verwinkelte Gassen mit süßen bunten Häusern, unzähligen kleinen Brücken mit vielen Booten und Gondeln. Man hat überall ein sehr romantisches Panorama und ich fühle mich wie in einem romantischen-kitschigen Film.
Als wir letztendlich an der Rialtobrücke ankommen, bin ich enttäuscht.
„Das ist es?" Ja, das ist es...eine breite Brücke welche in der Mitte mit Souvenirshops bebaut ist. Es ist so voll, dass man sich durch die Massen quetschen muss um überhaupt mal auf den Canal Grande gucken zu können.
Sehr hübsch sieht das aus, aber trotzdem: schnell weg hier, die Gassen mit den kleinen Kanälchen sind mir um einiges lieber, also suchen wir jetzt den Markusplatz.
Aber auch dort ist es schrecklich voll und es gibt tatsächlich so viele Tauben wie ich es mir vorgestellt hatte. Überall kann man Taubenfutter kaufen um die Viecher auf sich zu locken, aber wir verzichten gern, denn ein Taubenschiss auf den Klamotten oder gar auf dem Kopf muss ganz und gar nicht sein.
Ich plane mich dennoch in die Mitte einer Taubengruppe zu stellen um zumindest auf einem Foto mit denen drauf zu sein... aber die Tauben mögen mich nicht und fliegen weg. Ganze dreimal hab ich’s versucht, aber ich kann es ihnen nicht verübeln, denn ich habe schließlich kein Futter zu bieten.

Da wir vermuten, dass Venedig von oben ein sehr schöner Anblick sein muss fahren wir auf den Glockenturm der Basilica del Marco und haben in der Tat einen faszinierenden Blick auf die wunderschöne Stadt. Hier würde ich gerne bleiben, hier fühl ich mich wohl. Nur einen Nachteil gibt es, denn meinem Hobby könnte ich hier nicht nachgehen: „Blöd, dass man hier nicht Autofahren kann", sag ich zu Hanky und während ich das sage, bleibt neben mir ein kleines hässliches Mädchen stehen und schaut mich mit großen Glubschaugen an. „Guck nicht so, du Pferdegesicht" sag ich zu ihr...uuuups...das sind Deutsche...wie unangenehm, schnell wieder runter und ab ans Wasser und in die Sonne.

9 Stunden wandern wir durch die Straßen Venedigs und ich bin wirklich traurig, dass wir wieder fahren müssen.
Allerdings kann ich keinen Teil meines Körpers mehr bewegen und ich bin schon froh mich 1 ½ Stunden später in Campese ins Bett legen zu können, als ich das scheußlichste Tier der Welt an der Decke entdeckte. Ein Tausendfüßler oder irgendetwas ähnlich abstoßendes. Circa 10cm groß, mit ewig langen Beinen und Fühlern an beiden Enden...ich gerate in leichte Panik und auch Hanky freut sich nicht unbedingt über die Anwesenheit des Aliens.
Wir müssen es beseitigen, sonst ist an Schlaf nicht zu denken. Nur wie? Wir wollen es natürlich nicht berühren und auch nicht zerquetschen. Hanky bewaffnet sich mit einem Zahnputzbecher und will es fangen...aber schnell wird klar, dass das Tier von der Länger her den Durchmesser des Bechers übersteigt.
Solange sie MacGyver spielt und durchs Zimmer wuselt, stehe ich in der hintersten Ecke und folge jeder Bewegung die das Alien tut. Hanky drückt mir den pinken Zahnputzbecher in die Hand während sie lospilgert einen Besen zu suchen.
So stehen wir also im Zimmer, ich mit dem Zahnputzbecher und sie mit einem Besen und wissen immer noch nicht so recht was wir tun sollen, als ihre Gastmutter in der Tür steht und perplex fragt, was wir haben. Als wir auf das Alien zeigen ist sie auch nicht willig etwas zu der Vernichtung beizutragen und beschließt ihren Mann zu holen, der für so was immer zuständig wäre.
Er lässt uns zappeln... aber irgendwann ist er dann da, unser Held, und fängt das Alien ein. Meiner Meinung hätte es den Tod verdient, aber der Dietmar ist zu lieb und gibt ihm seine Freiheit wieder.
Ok, 10 Minuten zum beruhigen, dann aber ab ins Bett. Ich bin soooo müde und aaallllees tut weh, ich will nur schlafen.
Aber Hanky sieht das irgendwie ganz anders:
...Stille....
"Mh" höre ich einen Seufzer von der anderen Bettseite und ignoriere ihn, denn ich denke sie träumt.
„Mmmhh" ertönt es wieder
...Stille...plötzliches kichern
„Hast du das Mhh eben gehört?" fragt sie mich und kiechert weiter.
„Ja"
....sie lacht laut los „ich habe nur eben dran gedacht, dass ich in Deutschland nie wieder Pizza essen werde. Sogar Smiley wird’s ganz schön schwer haben," und sie lacht weiter.
„Mhhh soso" antworte ich.
„Ok ich schweige jetzt"
...Stille...
Kichern... dann lautes Lachen...
"Was ist???" frage ich müde.
„Och, ich hab gerade nur über die Zugverbindung von Sprötze nach Hamburg nachgedacht"
„?????????????"
„Ok ich schweige jetzt"
...Stille...
...Stille...
...Stille...
Endlich schlafen.
Es bleiben nur wenige Stunden bis zum Aufstehen, denn die Uhr wurde in dieser Nacht um eine Stunde vorgestellt.
Am nächsten Morgen erzählt sie mir, dass sie noch ewig hätte weiterplappern können und dass sie noch gedacht hätte, sie würde an einer Konversation teilnehmen.
Tja, manchmal ist sie eben etwas merkwürdig, meine Hanky, aber trotzdem freue ich mich schon auf den Tag mit ihr in Verona, denn da geht es nach dem Aufstehen hin.

Donnerstag, 5. April 2007

You make me feel like dancing.... Das kulinarische Quartett auf Kirmesmission

n der Zeit, in der wir nun unsere Treffen machen, und das ist inzwischen schon mehr als ein Jahr, gab es stimmungsmäßig immer mal wieder Auf und Abs. Es kann ja schließlich nicht immer sensationell sein, oder?

In den letzten Monaten aber, konnte man eine stetige Steigerung feststellen, die nun schließlich gestern Abend ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht hat (wenn es tatsächlich noch besser geht als gestern, sterbe ich wahrscheinlich einen qualvollen Erstickungstod hervorgerufen durch Lachkrämpfe)

Gestern bummelten wir über den Hamburger Dom, die größte Kirmes im Norden (und es ist Quatsch zu behaupten, dass der Bremer Freimarkt größer wäre….Blööööödsinn).

Natürlich waren alle pünktlich um 18 Uhr am Treffpunkt, bis auf Vanessa, die uns erstmal ne Viertel Stunde hat warten lassen. Das passte uns eigentlich gar nicht, denn wir waren vor allen Dingen eines: HUNGRIG…wie immer, denn schließlich treffen wir uns ja um essen zu gehen.

Also rein ins Getümmel und aufs Essen gestürzt.

Wir begannen ganz dezent mit Rippchen, Crepes und gebratenen Champignons mit Zwiebeln und ordentlich Knoblauchsoße. Scheiß drauf, heut wird eh nimmer mehr geknutscht!

Vanessa ist so ausgehungert, dass sie es nicht mal mehr richtig essen kann; sie verteilt dies und jenes wild auf dem Tisch weil es den Weg zu ihrem Mund nicht schafft und richtet erstmal ein Schlachtfeld a'la Braveheart an (ok, der Tisch war sowieso nicht sauber, aber nun sah es aus als wäre jemand darauf abgemurkst worden)

Vorläufig gesättigt pilgern wir weiter, Alkohol muss her. Und zwar ein Vodka Feige, der uns stilecht mit einer echten Feige serviert wird. Wir denken natürlich an so nen Süßkrams wie „Kleiner Feigling" aber beim ersten Nippen werden wir eines Besseren belehrt. Es ist tatsächlich purer Vodka (lecker lecker). Die Feige schmecken wir dann schon gar nicht mehr, als wir sie essen.

So Mut angetrunken, nun muss aber auch mal irgendwas gefahren werden. Katrin und ich wählen uns den Airwolf aus. Kennt ihr den? Ist für so ne Techniknull wie mich etwas schwer zu beschreiben, aber im Endeffekt, geht es sehr sehr hoch und sehr sehr viel über Kopf…

Nessa war so gut Katrins Mütze zu nehmen damit sie sie während der Fahrt nicht verliert, und wollte sie, mit dem Hinweis, nun Katrins Läuse zu bekommen, Hanky auf den Kopf setzen, die vor Schreck nur einen lauten NEIN Schrei zustande brachte. Sie hat aber schon Recht….wer will schon Katrins Läuse haben, die sie ja nun jahrelang mit größter Sorgfalt unter ihrem Hut züchtet…doofe Hanky.

Sobald ich das Ticket in der Hand halte, habe ich schon gar kein Bock mehr auf die Fahrt, denn mir wurde schon etwas mau. Hanky und Nessa haben sich schon im Vorfeld als Schisser geoutet und hatten den Auftrag wenigstens ein paar Fotos von uns zu machen.

Die Fahrt war lang, sehr lang, aber weitaus unspektakulärer als erwartet…man könnte es auch mit dem Begriff LAME bezeichnen. Katrin und ich sind eben zu hart für diese Welt und uns haut eben nix mehr von den Socken.

Katrins Highlight war der Kerl vor uns in der Schlange, dessen Zähne nur noch aus Zahnstein bestanden. Und meins war meine Kette, die, als ich da oben über Kopf verweilte, aus meinem Pulli kroch um mir ständig vor den Augen rumzubaumeln bis ich sie mir mit einer geschickten Kopfbewegung hinters Ohr klemmte

Fahrt fertig, was tun wir als nächstes? Natürlich…Essen! Lecker Fischbrötchen muss her, denn als Hamburger Deern gehört das zum Ernährungsplan. Katrin ist nur Alibihamburgerin, darum isst sie auch lieber Calamares, mit Knoblauchsoße…aber Hallo, wen schon, dann auch richtig..

Nicht nur Knoblauchsoße, nun auch noch lecker rohe Zwiebeln und Fisch. Wir riechen so gut wie ein Feld roter Rosen im Hochsommer oder eine Douglas Filiale kurz vor Feierabend.

Ok was kommt nach dem Essen? Logisch…noch mehr Essen. Nessa braucht jetzt gebackenen Feta mit….ratet mal….ach ja…Knoblauchsoße und einem Stück Brot. Als sie Letzteres isst, stellt sie fest, dass es nicht mehr das Frischeste ist und schiebt es, in ordentlich Knobisoße gebadet, in Katrins und meinen Mund. Jaja, Dinge die sie nicht mag teilt sie gerne, genauso wie sie die gebratenen Zwiebeln ihrer Champignons auch an mich abgetreten hat.

Andererseits kommt sie dann mit großen Hundeaugen an, wenn man selbst etwas isst und sagt „Oooh darf ich das mal probieren? Das hab ich noch nie gegessen!"

Sei es ein Stück Matjes oder ein Erdbeerschokospieß. Aber wir (besonders ich als Einzelkind) teilen ja gern …*hust**räusper*

Ein Mann der Heilsarmee kommt zu uns an den Tisch. „Darf ich Sie um ein wenig Kleingeld für die Heilsarmee bitten?", Hanky weiß was man in diesem Fall antwortet: „Bitten dürfen Sie schon, aber kriegen tun sie nichts"…richtig so, wenigstens spricht es jemand mal aus.

Wir müssen ein wenig schneller Essen, denn wir haben eine Mission. In meiner Tasche habe ich 4 Tischfeuerwerke, die mit Bildern von halbnackten Männern bedruckt sind mit dem Hinweis „For Ladies Only". Also genau das Richtige für uns!

Wir verstecken uns auf einem kleinen freien Platz zwischen dem Wahrsagerwohnwagen, neben den Toiletten und hinter dem Riesenrad und zünden die Dinger.

Fette Ausbeute nach 4 Explosionen: 3 megastylische Ringe, 3 Lesezeichen, oder was auch immer es sein soll, mit der Aufschrift „I love you", „3 Dinge braucht der Mann: GIRLS GIRLS GIRLS" und „Sex Club", 2 Luftballons, 2 Papierkronen, die wir erst fälschlicherweise für Müll gehalten haben und eine Menge Konfetti aus Styroposkugeln, welche Katrin als Süßigkeit verspeisen wollte.

Wir sind begeistert und uns drängt es irgendwo drin zu fahren. Wir machen einen wilden Ritt in diesem Mexikanerhut, der kreiselnd auf und ab seine Runden dreht. Sorry , ich kann es nicht besser beschreiben. Ich weiß nur, dass es von außen extremst lame aussieht, aber der Spaßfaktor höher ist als bei den meisten anderen Fahrgeschäften.

Hier noch ein Beweisfoto:

Mir ist schwindelig vom ganzen drehen….was hilft denn da? Ja ich brauche essen… und zwar Schmalzgebäck (oder Mutzen wir es in anderen Regionen Deutschlands heißt)

Hanky und ich teilen uns eine 300g Portion, was wirklich nicht wenig ist, aber man gönnt sich ja sonst nichts und in in Hamburg gibt es nun mal das beste Schmalzgebäck von der Welt.

Katrin und Nessa fahren solange in der Wilden Maus und sind hellauf begeistert von diesem Kinderkrams. Da kann ich aber echt nur mit den Augen rollen. Naja die beiden sind happy, als sie raus kommen und tanzen uns, und allen anderen Menschen dort, einen CanCan.

Inzwischen ist es schon dunkel geworden und Katrins Blase quält sie. Während wir auf sie warten, quengelt Nessa rum, dass sie mich gerne bumsen würde. Nein, nicht so wie ihr denkt, sondern im Autoscooter, aber darauf hab ich kein Bock. Obwohl vielleicht meinte sie es doch sexuell, denn sie startet darauf einige Gestiken, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte.

Letztendlich findet sie einen Freund in der Wurst, die neben uns steht. Schau hier:

In einem abgetrennten Bereich gibt es auch ein Hexendorf, das wir natürlich näher unter die Lupe nehmen müssen. Neben mittelalterlichen Menschen gibt es hier Bogenschießen, Messerwurf und natürlich ordentlich deftiges zu essen. Katrin verschwindet mit dem Vorhaben durch die Stände zu bummeln, ich kaufe mir ein Nackensteak und Hanky ein Crepes. Katrin kommt nicht wieder und bleibt auch noch eine Weile verschwunden. Wir setzen uns ans Lagerfeuer, warten auf sie und lauschen der Musik, die sich schönerweise „Das Testament" nennt, mit folgendem Text „Und die Kontinente teilen sich…"…."Ja und Katrin ist wohl auf dem Anderen Kontinent geblieben"(Nessa)…endlich taucht sie auch wieder auf und wir ziehen weiter.

An einem Stand wo Mittelalterliche Kostüme verkauft werden probieren Nessa und ich einen Schleier aus, hübsch sehen wir damit aus. Hanky macht ein Foto und stellt fest, dass Nessa aussieht wie Heidi Klum…naja Einbildung ist auch ne Bildung, aber macht euch selbst ein Bild davon:

Langsam wird uns kalt. Nach 3 Stunden nähern wir uns endlich dem Ende der Runde, für die man normalerweise knapp 60 Minuten braucht.

2 Steaks, 1x Champignons, 3 Fischbrötchen, 1x Calamares, 4 kandierten Fruchtspießen, 1 riesenportion Schmalzgebäck, 2 Tüten gebrannte Mandeln, 2 Crepes, 1 gebackener Feta und ein paar karierte Ballerina Schuhe für Katrin, später, singen und tanzen wir nach Hause „You make me feel like dancing/ I wanna dance the night away".

Wir sind satt und glücklich, und man soll ja aufhören wenn es am schönsten ist. Auf die zweite Runde im Mexikanerhut verzichten wir alle gerne, denn wir haben Angst, dass das Essen nicht da bleibt, wo es so teuer hingeschafft wurde.

Ich freue mich, dass es gestern so super war, so konnte ich mir jetzt die ewig lange Zugfahrt mit Schreiben ein wenig verkürzen. Neben mir sitzt ein totaler Assi, der grade vom Bund nach Hause fährt und seine Tasche nicht vom freien Stuhl nehmen will, auf den sich ein Opa mit Krückstock setzen wollte. Mir gegenüber sitzt ein älterer Mann, der simultan mit mir darüber die Augen rollt.

Ansonsten krabbelt ein kleines süßes Mulattenmädchen mit Irokesenafro durch den Gang immer an mir vorbei und macht dabei einen Heidenlärm.

So nun bin ich in 15 Minuten endlich da und passenderweise auch am Ende des kleinen Abenteuerberichts.

In dem Sinne….aussteigen bitte und beehren sie uns bitte bald wieder